Vor genau 50 Jahren gründete sich die Afrikanische Union. Sie soll unter anderem den Frieden und die Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent fördern. Vor welch großen Herausforderungen die Union jedoch derzeit noch immer steht, zeigen die andauernden Nahrungsmittelpreiskrisen. Sie haben immer wieder politische Proteste und revolutionäre Umbrüche ausgelöst. […]
Viele verbinden mit Richard Wagner allein die Untiefen der deutschen Ideologie: Nationalismus, Antisemitismus und die Sehnsucht nach einem Führer. Andere weisen dagegen auf radikale Zweifel, ja eine Verzweiflung an der bürgerlichen Welt hin, die ihre Versöhnung nur in einer nachbürgerlichen, auf Liebe gegründeten, Welt der Freien und Gleichen finden kann. […]
Im Herbst wird es 20 Jahre her sein, seit die Oslo-Abkommen unterzeichnet wurden. Die Euphorie, die die Geburtsstunde des Friedensprozesses begleitete, ist verflogen. Sie wich anhaltendem Blutvergießen, Zynismus und grenzenloser Verzweiflung. Wieder stehen wir an einer Wegscheide, die Entscheidungen fordert. Wie aber kann neue Hoffnung erwachsen? […]
Wenn der Kapitalismus nicht einmal mehr die Illusion sozial gerecht geteilten Wachstums zu erzeugen vermag, kommt der Moment, an dem sich die Wege von Kapitalismus und Demokratie trennen müssen. Der heute wahrscheinlichste Ausgang wäre dann die Diktatur einer vor demokratischer Korrektur geschützten kapitalistischen Marktwirtschaft. Die Alternative dazu wäre eine Demokratie ohne Kapitalismus – zumindest ohne den Kapitalismus, den wir kennen. […]
Kurz bevor Uli Hoeneß' Steuerhinterziehung publik wurde, enthüllte das „Internationale Konsortium Investigativer Journalisten“ (ICIJ) das Ausmaß der in Steuerparadiesen geparkten Gelder. Doch die Steueroasen sind nur deshalb so wirkungsvoll, weil die europäische Politik etwas global einmaliges eingeführt hat – die Kapitalverkehrsfreiheit. […]
Die dramatische Zunahme sozialer Ungleichheit stellt die Legitimationsgrundlage unseres politischen Systems in Frage. Denn die Glaubwürdigkeit der sozialstaatlichen Massendemokratie beruht vor allem darauf, dass sie eine allzu schroffe Ungleichheit der Lebenslagen erfolgreich bekämpft und die Gleichheitschancen überzeugend vermehrt statt vermindert. […]
In ganz Europa erleben wir eine Renaissance kapitalismuskritischen Denkens, das förmlich zu einer neuen politischen Mehrheit linker Parteien drängt. Dennoch ist die SPD – gemessen an ihrer 150 Jahre alten Geschichte – nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Vergangenheit der Partei ist heute weit größer als ihre Gegenwart. Der Hauptgrund dafür liegt in den letzten 15 Jahren ihrer Geschichte. […]
Bei dem Einsturz eines achtstöckigen Gebäudes in Bangladesch starben mindestens 160 Menschen – die meisten der Opfer sind Frauen, die in den dort ansässigen Textilfabriken arbeiteten. Das Unglück wirft ein Schlaglicht auf die katastrophalen Bedingungen, unter denen Kleidung für die Industrieländer hergestellt wird. Schuld an dieser Situation sind vor allem der Einzelhandel und große Markenfirmen. […]
Dem syrischen Konlikt sind inzwischen mehr als 70 000 Menschen zum Opfer gefallen. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Dafür ist auch der geringe internationale Druck verantwortlich. Besonders die EU und die USA zeigen sich zurückhaltend. Aber mehr noch: Iran, Israel und Russland wollen – aus je unterschiedlichen Motiven – einen Sturz Assads um jeden Preis verhindern. […]
Vom 24. - 26. Mai findet in Berlin der Kongress »Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit« statt. Die »Blätter« unterstützen den Kongress als Medienpartner. Weitere Informationen unter www.umverteilen-macht-gerechtigkeit.eu.
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Zitate
»Eine Zeitschrift, die monatlich viele der besten Geister versammelt, die derzeit in Deutschland denken und schreiben.«
Deutschlandfunk
Zurückgeblättert
Die ganze Hybris der neokonservativen Weltmachtsphantasien zeigte »Die neue Weltkarte des Pentagon. Mit einer Liste künftiger Konfliktherde und Interventionspunkte« von Thomas Barnett, Professor am U.S. Naval War College und Berater von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.