Kontinent der Widersprüche
Hunger, Aids und Bürgerkrieg vs. nationale Emanzipation und ökonomische Entwicklung – Afrika, der Kontinent der Widersprüche, steht durch die Fußball-WM im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Wie aber sieht seine Zukunft aus, wenn die Scheinwerfer erloschen sind?
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Lange Zeit galt der ostafrikanische Kleinstaat Burundi als Kriegs- und Unruheherd. Um so aufmerksamer wird derzeit auf den zwar anhaltenden, aber labilen Frieden des dicht bevölkerten Landes geschaut. Seit Mai 2010 fanden dort innerhalb von drei Monaten Kommunal-, Präsidentschafts-, Parlaments- sowie Senatswahlen statt – ein wahrer Wahlmarathon.
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Wie Auswanderung zum Entwicklungshemmnis wird
In diesem Sommer wurde der Ruf nach erleichterter Anwerbung ausländischer Fachkräfte laut – und zwar aus dem Munde von Bundeswirtschafts-minister Rainer Brüderle. Damit steht der Minister nicht allein. Denn auch von entwicklungspolitischen Gruppen wird seit Jahren eine größere Aufnahme von Arbeitsmigranten gefordert.
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Von der Kolonialzeit zur WM 2010
Dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wird, ist zwar ein Novum, aber kein Zufall.
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Die in den Industrieländern ausgelöste Finanz- und Wirtschaftskrise trifft die armen Staaten besonders hart. In Afrika dürften die Auswirkungen am nachhaltigsten sein. Dies hängt mit der immer noch kolonial geprägten Rohstoffökonomie und der dadurch bedingten Verletzlichkeit gegenüber weltwirtschaftlichen Entwicklungen zusammen.
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Nur eine Woche, nachdem die sudanesische Regierung in Khartum den Friedensschluss mit der militärisch stärksten Rebellengruppe in Darfur, der Bewegung für Gleichheit und Gerechtigkeit (JEM), verkündete, flammten Anfang März die Kämpfe in der Region bereits wieder auf. Dabei sollen im April d.J.
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Der Afrika-Cup begann mit einer Katastrophe: Zwei Tage vor dem Fußballturnier wurde in der angolanischen Exklave Cabinda der Bus der togolesischen Fußballnationalmannschaft mit Maschinengewehren beschossen.
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Im September 2009 erklärte der südafrikanische Präsident Jacob Zuma überraschend, die ANC-Regierung werde ihre Einwände hinsichtlich einer Klage gegen die internationalen Profiteure der Apartheid nicht länger aufrecht-erhalten.
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Mugabes Kampf gegen das eigene Volk
Knapp 300 Kilometer südlich von Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, befinden sich die Ruinen der Hauptstadt eines mythischen Königreiches, das vor mehr als einem halben Jahrtausend einen Großteil des südlichen Afrikas beherrschte. Die verfallenden Bauwerke sind die größten Beispiele feudaler Baukunst südlich der Sahara.
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Bürgerjournalismus zwischen Kairo und Kapstadt
Der Beitrag politischer Weblogs zur Meinungsbildung und Mobilisierung von gesellschaftlichen Protesten ist ein international viel diskutiertes Thema – jüngst vor allem mit Blick auf den Iran. Der afrikanische Kontinent erscheint auf der Karte des Web 2.0 hingegen zumeist als ein weißer Fleck.
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Globales Agrobusiness und der Ausverkauf der Entwicklungsländer
Der Vertrag, den der südkoreanische Konzern Daewoo Logistics im Juli 2008 mit der Regierung von Madagaskar abschloss, machte weltweit Schlagzeilen: Das Unternehmen wollte 1,3 Mio.
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Auf der Suche nach der afrikanischen Renaissance
Es gab einmal eine Zeit, da war es innerhalb einer Schule des Historizismus durchaus akzeptabel zu behaupten, Afrika sei erst mit der Ankunft der Kolonialmächte in die Geschichte eingetreten und zwar – natürlich – in seiner Rolle als Lieferant von Rohmaterialien, im Verlauf der europäischen industriellen Revolution.
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Auch die vierte Wahl seit Ende der Apartheid in Südafrika hat der African National Congress (ANC) am 22. April d.J. überraschend deutlich gewonnen. Zwar verfehlte der ANC diesmal knapp die Zweidrittelmehrheit im Parlament.
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Der Abgang war unrühmlich. Als Thabo Mbeki Ende September auf Geheiß seiner Partei ANC als Präsident Südafrikas zurücktrat, kam dies einer Demütigung gleich. Schließlich wäre Mbekis zweite und letzte Amtszeit ohnehin mit der Neuwahl im April 2009 ausgelaufen.
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Von der Selbstbehauptung Afrikas zum Versagen in Darfur
Im Jahr 1968 wurde der Dichter und Präsident Senegals Léopold Sédar Senghor mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet – gegen massiven Protest aus dem In- und Ausland, denn Senghor hatte zu Beginn desselben Jahres die senegalesische Studentenbewegung in Dakar mit Hilfe französischer Truppen brutal niederschlagen lassen.
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50 Jahre deutsche Entwicklungszusammenarbeit
Deutsche Entwicklungszusammenarbeit hätte in diesem Jahr ein Jubiläum feiern können: 1957 wurde Ghana als erstes Land in Subsahara-Afrika unabhängig und erhielt schon im Gründungsjahr erste staatliche Entwicklungsgelder aus Deutschland.
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