(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 8/2009, Seite 23-26)
Europaweit sind Nichtwähler inzwischen die zahlenstärkste politische Gruppierung. In Italien verloren bei den jüngsten Europawahlen beide politischen Lager massiv an Stimmen gegenüber den Parlamentswahlen 2008: Die PDL von Silvio Berlusconi büßte 2,8 Millionen ein und erreichte 35 Prozent, der PD von Dario Franceschini gar 4 Millionen und erzielte damit 26 Prozent. […]
(Buch des Monats, in »Blätter« 3/2009, Seite 23-25)
Der 60. Geburtstag des Staates Israel wurde im letzten Jahr in großem Rahmen begangen – vor allem apologetisch, teilweise auch kritisch. Doch das ideologiekritisch aufschlussreichste Buch zur Geschichte Israels und speziell des Zionismus erscheint erst jetzt. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 5/2008, Seite 95-103)
Am 4. Mai 1938, kurz nach 15 Uhr, starb, erst 48 Jahre alt, im Berliner Nordend- Krankenhaus Carl von Ossietzky – streng bewacht von der Gestapo, die seinen Tod geheim hielt: „Sie verbot, dass auch nur ein Wort über Carls Tod gesprochen wurde. Auch durfte der Tag der Einäscherung nicht bekanntgegeben werden. Eine Totenfeier durfte nicht stattfinden. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 3/2008, Seite 16-19)
Romano Prodi ist am Ende. Nachdem sein Rücktritt am 24. Januar 2008 schließlich dazu führte, dass Staatspräsident Giorgio Napolitano das Parlament auflösen musste, sind für Mitte April Neuwahlen angesetzt. Umfragen zufolge hat der derzeitige Oppositionsführer Silvio Berlusconi gute Chancen, diese zu gewinnen. […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 3/2007, Seite 349-354)
Schon vor den italienischen Parlamentswahlen im April 2006 war klar, dass die Mitte-Links-Koalition Romano Prodis im Falle eines Wahlsieges ein schweres Erbe antreten würde: Nach fünf Jahren Berlusconi fand sich das Land am unteren Ende aller europäischen Wirtschaftsstatistiken wieder, sozusagen „im freien Fall“ befindlich.1 Der letzte Akt der Berlusconi-Regierung, eine Ad-hoc-Änderung des Wahlges […]
(Analysen und Alternativen, in »Blätter« 2/2006, Seite 193-201)
Am 9. April wird in Italien ein neues Parlament gewählt. Die Hoffnungen großer Teile des liberalen Europas richten sich auf das Ende der Ära Berlusconi. Doch diese Hoffnungen greifen zu kurz: Mit Silvio Berlusconi endet nicht der „Berlusconismus“, jene besondere italienische Situation, die das Phänomen Berlusconi überhaupt erst möglich gemacht hat. […]
(Kommentare und Berichte, in »Blätter« 5/2004, Seite 528-532)
Kein Gespenst geht mehr um in Europa ... sondern die harte Realität der Marktwirtschaft. Deren enge Konditionen machen auch vor den Toren der Alma Mater nicht Halt und lassen weder Zeit noch Raum für durchaus nötige Reformüberlegungen und Maßnahmen, die zum Ziel hätten, die europäischen Universitäten den tatsächlichen Erforderungen einer demokratischen Zukunft anzupassen. […]
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Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat die kapitalistische Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Zugleich verschärfen sich die Menschheitsprobleme mit Blick auf Welthunger, Klima, Energie und Umwelt. Was sind Ursachen und Folgen dieser mehrdimensionalen Krise? Und wie kann sie politisch wirksam bekämpft werden?