Das diplomatische Fenster zur Europäischen Union stand offen bis Kubas Außenminister Felipe Pérez Roque es grob zuschlug: Kuba will am neuesten Lomé-Abkommen nicht teilnehmen, weil es Brüssels Demokratieklausel als unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten einstuft und dergleichen "soberanamente" (im Bewußtsein seiner Souveränität) zurückweist. Kuba bleibt seiner eigenen Logik treu. Der ideologischen Reinheit der Revolution, oder was dafür gehalten wird, opfert man auch potentielle wirtschaftliche Gewinne.
(aus: »Blätter« 8/2000, Seite 920-922)
Themen: Lateinamerika, Außenpolitik und Wirtschaft