Ausgabe September 2001

Ökonomische Anreize in der Umweltpolitik

Plädoyer für einen Policy-Mix aus Ökosteuern, Subventionsabbau und Emissionshandel

Bei der ökologischen Modernisierung unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems kommt der Ökologischen Steuerreform eine Schlüsselrolle zu. In Umwelt- und Wissenschaftskreisen wurde sie von Anfang an positiv begleitet. Mittlerweile ist sie jedoch unter öffentlichen und politischen Druck geraten, ihre Fortsetzung scheint in den Augen vieler Beobachter die Wahlchancen der Regierungskoalition zu gefährden. Ihre Zukunft ist sowohl im Grundsatz als auch in der Ausgestaltung substanziell gefährdet. Selbst ehemalige Befürworter fassen sie vielfach nur noch mit spitzen Fingern an. Die Suche nach Alternativen und Ausstiegsszenarien hat begonnen. In der politischen wie der akademischen Debatte ist ein Paradoxon zu beobachten: Es herrscht weitgehendes Einvernehmen über die Ziele der Ökologischen Steuerreform, auch die ersten Erfolge in Form von Lenkungseffekten werden kaum mehr in Abrede gestellt; bislang ziehen aber nur wenige konsequent den Schluss, die Verlagerung der Abgabenlast vom Faktor Arbeit auf den Faktor Energie fortzusetzen und vorhandene Defizite in der jetzigen Ausgestaltung zu beseitigen.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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