Serbien und Montenegro: Solania ante portas | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Serbien und Montenegro: Solania ante portas

von Dusan Reljic

Wenn drei Personen den Pass desselben Staates besitzen, bedeutet das im Falle der Bundesrepublik Jugoslawien nicht, dass diese drei Personen auch tatsächlich wie Bürger ein und desselben Staates leben. Nehmen wir die exemplarische Geschichte vom Bürger S., einem Serben aus Belgrad. Er würde kaum freiwillig in die südserbische Provinz Kosovo fahren, um dort, sagen wir, seinen albanischen Studienfreund, die Person A., zu besuchen. Die Probleme würden schon mit dem Kleingeld anfangen: Seine jugoslawischen Dinare sind im Kosovo wertlos, da die UN-Verwaltung sie abgeschafft und durch den Euro ersetzt hat.

(aus: »Blätter« 5/2002, Seite 585-588)
Themen: Europa, Geschichte und Migration

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