"Und jetzt eine zauberhafte Pause mit Belfrutta" – mit solchen Sprüchen werden in privaten Sendern Filme an den spannendsten Stellen unterbrochen. Zwei Dezibel lauter dröhnt plötzlich der Ton, kindische Fröhlichkeit überschwemmt das Bild, die Werbung etabliert ihre Idiotenwelt für zehn Minuten und länger. Dass nicht mehr Zuschauer wegen dieser Zumutungen vor dem Bildschirm Amok laufen, hängt damit zusammen, dass wir inzwischen dazu erzogen worden sind, diese Ungeheuerlichkeiten als normal zu empfinden, vielleicht sogar nützlich für den fälligen Klogang.
(aus: »Blätter« 2/2004, Seite 243-243)