Am 23. April erklärte Jan Egeland, der UN-Nothilfekoordinator für den Sudan, das schlimmste humanitäre Drama der Welt spiele sich zurzeit weder im Irak noch in den palästinensischen Territorien ab, sondern in Darfur. Tatsächlich hat sich seit Anfang des Jahres die Situation in der westsudanesischen Provinz dramatisch verschärft. Dabei ist der dortige offene Krieg nur Teil einer Reihe von Regionalkonflikten, die sich seit dem islamistischen Militärputsch vom Juni 1989 in der Peripherie des großflächigsten afrikanischen Landes verschärften. 1
(aus: »Blätter« 7/2004, Seite 778-781)
Themen: Afrika