Nach der Flutkatastrophe in Südostasien profilierte sich die Bundesregierung als großer internationaler Geber: Sie bewilligte nicht nur eine Soforthilfe von 20 Mio. Euro für die Opfer, sondern stockte wenig später die mittelfristige Hilfe sogar auf 500 Mio. Euro auf. Bundespräsident Horst Köhler ordnete einen Staatsakt an und Regierungschef Gerhard Schröder versprach in seiner Neujahrsansprache, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein in der "Einen Welt" zur Maxime des Staatshandelns zu machen. Deutschland glänzt als Musterknabe der humanitären und Entwicklungshilfe.
(aus: »Blätter« 2/2005, Seite 183-193)
Themen: Entwicklungspolitik, Armut und Reichtum und Wirtschaft