Der ehemalige kirgisische Präsident Aksar Akajew wurde bis Mitte der 90er Jahre wegen seiner demokratischen Reformen als "Thomas Jefferson Zentralasiens" bezeichnet. Von diesem Ruf zehrte er lange – wenn auch zuletzt nicht mehr zu Recht. Mehr und mehr häufte Akajew eine enorme Macht- und Kompetenzfülle an und verwandelte das Land in eine Präsidialautokratie, in der die herrschaftliche Selbstbereicherung der Präsidentenfamilie zum Schluss keine Schamgrenzen mehr kannte.
(aus: »Blätter« 5/2005, Seite 539-542)
Themen: Asien