In Ostdeutschland grassiert das Vakuum, etwa 1,3 Millionen Wohnungen stehen leer. Das sieht nicht nur schlecht aus, sondern führt auch zu enormen Problemen bei Wohnungsunternehmen, Immobilienbanken und Infrastrukturbetreibern. Um dem Leerstand Abhilfe zu schaffen, haben Bund und Länder vor vier Jahren ein 2,7 Mrd. Euro schweres Programm „Stadtumbau Ost“ aufgelegt, mit dem bis 2010 rund 350000 Wohnungen abgerissen werden sollen. Dieses Abrissprogramm hat mittlerweile fast überall in Ostdeutschland begonnen und beschränkt sich bei weitem nicht auf die Beseitigung von ein paar Bausünden – in vielen Städten stehen ganze Wohngebiete zur Disposition.
(aus: »Blätter« 4/2006, Seite 493-499)
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