Als „Partisanenprofessor im Land der Mitläufer“ hat Jürgen Habermas einst Wolfgang Abendroth beschrieben, der ihn 1961 mit der Schrift „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ habilitierte. Abendroth sei auf eine selbstverständliche Weise politisch, ohne Züge des akademischen Beamtentums, unprätentiös und eigentümlich unberührt von professioneller Eitelkeit, Prestigedenken oder privatem Ehrgeiz und nicht zuletzt „naiv, und darum von entwaffnender Unerschrockenheit gegenüber institutioneller Autorität.“1
(aus: »Blätter« 5/2006, Seite 577-585)
Themen: Wissenschaft, Recht und Sozialpolitik