Bürgerschaftliches Engagement ist von eminenter Bedeutung für eine Gesellschaft. Von Markt und Staat zumindest teilweise abgekoppelt, markiert es den Gegenpol zu stark verrechtlichten, bürokratisierten und monetären Strukturen.
Der bekannte Harvard-Soziologe Robert D. Putnam hat bereits vor Jahren eine Erosion dieses bürgerschaftlichen Engagements diagnostiziert: In einer groß angelegten US-Studie gelang es ihm, einen einschneidenden Rückgang der Vereinsmitgliedzahlen, des bürgerschaftlichen Engagements und daraus folgend des sozialen Vertrauens der US-Bevölkerung seit Mitte der 60er Jahre empirisch nachzuweisen.1
(aus: »Blätter« 3/2007, Seite 363-369)
Themen: Medien und Demokratie