Viele Südafrikaner und langjährige Beobachter des Landes fühlten sich Mitte Mai dieses Jahres in die Hochphase der Apartheid und der Kämpfe in den Townships zurückversetzt: Sie sahen Bilder von Menschen, die gejagt und getötet wurden. Sogar die berüchtigte Halskrause – ein brennender Autoreifen um den Hals, mit dem damals vermeintliche Verräter gelyncht wurden – wurde wieder gesichtet. Die Flüchtlinge, die vor dem Mob um ihr Leben rannten, waren dieses Mal aber keine Südafrikaner – es waren afrikanische Ausländer.
(aus: »Blätter« 7/2008, Seite 28-31)
Themen: Rassismus, Afrika und Migration