Ausgabe März 2008

Wie die CIA das Foltern lernte

„Wir wissen jetzt, dass der Mensch dazu gebracht werden kann, wirklich alles zu machen […]. Es ist lediglich eine Frage, den richtigen Ansatz zu finden.„Wir wissen jetzt, dass der Mensch dazu gebracht werden kann, wirklich alles zu machen […]. Es ist lediglich eine Frage, den richtigen Ansatz zu finden. Wenn wir genügend Schwierigkeiten in Kauf nehmen und langsam vorgehen, können wir ihn dazu bringen, seine alten Eltern umzubringen und sie als Eintopf zu verspeisen.“

Zitat aus dem Roman „Verdun“ von Jules Romains, das die CIA 1956 ihrer Studie über Foltertechniken voranstellte.

„Diese Regierung foltert nicht“, beteuerte der amtierende US-Präsident noch im Oktober 2007. Seit mehr als fünf Jahren schon wiederholt er gebetsmühlenhaft diese Behauptung, verknüpft sie mit der immergleichen Versicherung, dass seine Administration sich an internationale Verpflichtungen halte. George Orwell hätte seine Freude gehabt am „Neusprech“ von George W. Bush. Orwell hatte 1948, unter dem Eindruck der Nazi-Diktatur und des Stalin- Regimes, seinen beklemmenden Klassiker „1984“ geschrieben, in dem ein imaginäres totalitäres Regime die Bedeutung bestimmter Worte neu festsetzt, newspeak eben.

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