Artikel zum Thema Sozialpolitik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Artikel zum Thema Sozialpolitik

Utopie des Bürgergeldes

Der lange Kampf um das Recht auf Lebensunterhalt

von Wolfgang Engler (2/2005)

Ob Grundeinkommen, Bürgergeld oder "gesicherte Grundausstattung für jedermann" 1 - der Gedanke einer kollektiven Absicherung der individuellen menschlichen Existenz tritt gegenwärtig wieder vernehmlicher ins öffentliche Bewusstsein. […]

Hartz IV und Europa

von Ute Behning (2/2005)

Seit dem Beginn der aktuellen Sozialstaatsreformen und insbesondere seit Verabschiedung des Hartz-IV-Gesetzes mehren sich die Stimmen, die den bundesdeutschen Sozialstaat in Gefahr sehen. […]

Armutszeugnis

von Albert Scharenberg (2/2005)

"Kennen Sie einen Armen?" fragte der damalige BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel in einem Interview Ende 2000. "Gehen Sie doch mal durch die Straßen und suchen Sie die Armen. Ich finde sie nicht", so Henkel. 1 Spätestens seit den Weihnachtsfeiertagen wissen wir wieder, wo die Armen zu finden sind. […]

Hartz IV oder Der gläserne Mensch

von Werner Rügemer (11/2004)

Bei der ab Januar 2005 geltenden Zusammenlegung der Sozialhilfe mit dem Arbeitslosengeld (ALG) wird die Anspruchsberechtigung ungleich mehr als bisher vom vorhandenen Vermögen (Bargeld, Versicherungen, Wohneigentum, Geldanlagen, Schmuck usw.) abhängig gemacht. […]

Grundverunsicherung

von Annett Mängel (10/2004)

Die Republik scheint gespalten: Glaubt man den Umfragen, wünscht sich jeder vierte Westdeutsche die Mauer zurück, während drei Viertel der Ostdeutschen den Sozialismus im Grunde für eine gute Idee halten, "die nur schlecht ausgeführt wurde". Spätestens als der "Spiegel" im Frühjahr titelte "1250 Milliarden Euro. Wofür? […]

Demographischer Wandel und demographischer Schwindel

Zur Debatte um die gesetzliche Krankenversicherung

von Hagen Kühn (6/2004)

Da die Mehrheit der Bevölkerung existenziell auf die sozialstaatlichen Sicherungen angewiesen ist und ihren Abbau ablehnt, haben restriktive Strategien in der Demokratie Legitimationsprobleme. Sie werden meist nicht offen debattiert, sondern erscheinen im Gewand von Sachzwängen. […]

Ein Jahr Agenda 2010

Mythos Eigenverantwortung

von Herbert Schui (3/2004)

In den Grundsätzen der Regierung und aller Parteien (noch fehlt die PDS) avancierte die Parole von der "Eigenverantwortung" zum Schlüsselwort. Sie zu stärken steht im Mittelpunkt jeder Neuordnung der Arbeitsverhältnisse und der sozialen Sicherungssysteme. […]

Ein Jahr Agenda 2010

Die Rhetorik der Reformlegenden

von Eckehard F. Rosenbaum (3/2004)

Mit seiner Regierungserklärung vom 14. März 2003 skizzierte Bundeskanzler Schröder den Rahmen seiner weiteren Reformvorhaben, die sogenannte "Agenda 2010" (vgl. Dokumente "Blätter" 5/2003, S. 616 – 624). […]

Allgemein, einheitlich, solidarisch

Anforderungen an die Bürgerversicherung

von Christoph Butterwegge (1/2004)

In der gegenwärtigen sozialpolitischen Debatte stehen sich zwei Vorschläge fast schon antagonistisch gegenüber: das Konzept der Kopfpauschale und das Modell der Bürgerversicherung. […]

Familialismus und Generationenkrieg

von Matthias Möhring-Hesse (12/2003)

Mehr oder weniger "Junge" profilieren sich gegenwärtig als Sprecher der jüngeren Generation – und skandalisieren die vermeintliche Überforderung der Jungen durch die Alten. […]

Gerechtigkeit ist die Essenz sozialer Demokratie

Antrag der Parteilinken an den SPD-Bundesparteitag vom 26. September 2003 (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2003)

In seinem Leitantrag "Das Wichtige tun – Wege zu einem neuen Fortschritt" für den SPD Parteitag vom 17.-19. November in Bochum begründet der Bundesvorstand die tiefen Einschnitte, die die rot-grüne Regierung mit den Arbeitsmarktreformen vornimmt. Während SPD-interne Kritiker vor der Abstimmung im Bundestag am 17. […]

Mehr als harmlose Reparaturen am bestehende System

Bericht der Kommission Soziale Sicherheit (Herzog-Kommission) vom 29. September 2003 (Auszüge)

Dokumente zum Zeitgeschehen (11/2003)

Als Antwort auf die von der Bundesregierung eingesetzte Rürup-Kommission beauftragte im Februar d.J. der Bundesvorstand der CDU die Kommission "Soziale Sicherheit" unter Vorsitz des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, Reformvorschläge "zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme zu erarbeiten". […]

Teile und herrsche

von Arne Heise (11/2003)

Das "Modell Deutschland" ist in die Jahre gekommen. Der Arbeitsmarkt – einst Sinnbild einer gelungenen Verbindung von Sicherheit vermittelnder Stabilität und ökonomisch notwendiger Flexibilität – wird von allen Seiten als überreguliert und vermachtet kritisiert. […]

Ein Land sieht schwarz

von Albrecht von Lucke (11/2003)

Was für ein Herbst im politischen Deutschland. Die Bayern-Wahl war gerade geschlagen, die Ruhe vor dem Sturm also beendet, schon nahm dieser orkanartige Stärke an. Ein wahrer Reformfuror schüttelt die Republik. […]

Der föderale Umbau des Wohlfahrtsstaates

Risiken und Chancen der Modernisierung bundesstaatlicher Ordnung

von Benjamin-Immanuel Hoff (9/2003)

Von "Reformstau" kann keine Rede mehr sein. Seit Monaten geht es Schlag auf Schlag in der Gesundheitspolitik, der Sozialpolitik, beim Thema Arbeitslosigkeit und bei den Steuern. Kein Tag vergeht ohne einen weiteren Vorschlag zur Kostensenkung, mit dem die wirtschaftliche Entwicklung belebt werden soll. […]

Generationengerechtigkeit als Kampfbegriff

von Albrecht von Lucke (9/2003)

Wohl kein politischer Begiff hat derzeit eine solche Konjunktur wie "Generationengerechtigkeit". […]

Umwertung der Werte

von Stephan Lessenich (9/2003)

Nach der jüngst erfolgten Einigung über Eckpunkte der "Gesundheitsreform" 1 nahm Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) für sich in Anspruch, eine "eindeutig sozialdemokratische Reform" in die Wege geleitet zu haben, während die CDU-Vorsitzende Angela Merkel behauptete, der Kompromiss trage "die Handschrift der Union". […]

Kinderarmut und was man dagegen tun kann

von Christoph Butterwegge (8/2003)

Nicht nur in Staaten der so genannten Dritten Welt, wie etwa Bangladesch, Burundi oder Burkina Faso, sondern auch in der Bundesrepublik wachsen immer mehr Kinder und Jugendliche in materieller Not auf. […]

Wie Deutschland wirtschaftlich ruiniert wurde

Ein Bericht aus dem Jahre 2010

von Heiner Flassbeck (8/2003)

In der Rückschau auf 2003/2004 wirkt manches absurd, weil man sich die Verhältnisse und die geistige Disposition der meisten Akteure zu Beginn des dritten Jahrtausends heute nicht mehr vorstellen kann. […]

Wir widersprechen dieser Politik - Zwei Aufrufe zur Agenda 2010.

Reformen müssen von allen getragen werden. Künstleraufruf vom 19. Mai 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (7/2003)

Deutschland braucht Reformen, um die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen, um Pfade zu mehr Beschäftigung zu öffnen. Darin sind wir uns mit der Bundesregierung einig. […]

Wir widersprechen dieser Politik - Zwei Aufrufe zur Agenda 2010.

Sozialstaat reformieren statt abbauen - Arbeitslosigkeit bekämpfen statt bestrafen. Aufruf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom 23. Mai 2003 (Wortlaut)

Dokumente zum Zeitgeschehen (7/2003)

Die beschäftigungs- und sozialpolitischen Vorhaben der "Agenda 2010" (vgl. die Dokumentation im Maiheft der "Blätter" sowie den Beitrag von Claus Offe in diesem Heft) stoßen in Teilen der Gesellschaft auf erhebliche Kritik. Ein zuerst am 23. […]

Perspektivloses Zappeln

Oder: Politik mit der Agenda 2010

von Claus Offe (7/2003)

Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder am 14. März 2003 vorgestellte Agenda 2010 (vgl. die Dokumentation im Maiheft der "Blätter") verabschiedete der SPD-Parteitag am 1. Juni mit großer Mehrheit, ungeachtet massiver Kritik innerhalb der Partei und von Seiten der Gewerkschaften. […]

Die Zumuter

von Albrecht von Lucke (7/2003)

Am Anfang war Arnulf Baring. Sein wütendes "Bürger auf die Barrikaden" eröffnete den Reigen der Revoltierenden gegen die Regierung Schröder.1 Mittlerweile hat sich der Slogan regelrecht verselbständigt. Eine Bürger-APO nach der anderen macht mobil. […]

Vorwärts in die Vergangenheit

George W. Bushs Angriff auf den amerikanischen Liberalismus

von William Greider (6/2003)

In den Vereinigten Staaten findet derzeit nicht nur die grundlegende Umgestaltung der außenpolitischen Leitlinien statt. Gleichzeitig drohen die sozialstaatlichen Fundamente des Landes, die sich im vergangenen Jahrhundert entwickelten, Gegenstand einer radikal-revisionistischen Politik zu werden. […]

Lohnnebenkosten: in Japan kein Thema

von Werner Kamppeter (6/2003)

Mit ihrer Forderung nach einer Senkung der Lohnnebenkosten treffen Unternehmensvertreter in Deutschland auf breite Zustimmung. So hat man in den letzten Jahren politisch auch einiges getan, um ihnen diese "Bürde" zu erleichtern. […]

Unkoordinierter Aktivismus

Zur Umsetzung der Hartz-Vorschläge

von Berndt Keller (4/2003)

Im August 2002 unterbreitete die nach ihrem Vorsitzenden benannte Hartz- Kommission ihre „Vorschläge zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit”. […]

Mit 40 zum alten Eisen

Der Jugendkult in der Arbeitswelt

von Thomas Gesterkamp (2/2003)

„Wenn jemand über 50 ist, dann sind die 30jährigen schon am Trampeln: Wann geht der endlich mal nach Hause?“ Im typischen Ruhrgebiets-Jargon schildert der Ex-Stahlkocher Günter Orbach seine Erfahrungen. Viele ältere Arbeitnehmer spüren diesen enormen psychologischen Druck, ihre Stelle aufzugeben. […]

Brasilien auf Linkskurs?

von Carlos Santos und Sérgio Costa (1/2003)

Mit dem früheren Schuhputzer und Gewerkschaftsführer Luiz Inacio Lula da Silva wird erstmals ein Sozialist das Amt als Staatschef Brasiliens antreten. […]

Familienpolitischer Aktionismus

von Margit Schratzenstaller (9/2002)

Nahezu alle Bundestagsparteien haben die Familienpolitik als ein zentrales Thema für ihre Wahlkampfprogramme entdeckt. Es drängt sich gleichsam der Eindruck eines familienpolitischen Aktionismus auf, den die rot-grüne Koalition zu erwecken verstand und mit dem nun die anderen Parteien gleichziehen wollen. […]

Neue Mitte im Wettbewerbsstaat

Zur sozialpolitischen Bilanz von Rot-Grün

von Daniel Kreutz (4/2002)

Der Bildung der rot-grünen Bundesregierung 1998 lag kein gemeinsames Reformprojekt zu Grunde - anders als etwa in Frankreich. Dort hatten Sozialisten und Grüne bereits vor der Wahl 1997 sechs Monate beraten, bis man sich auf den "Texte politique commun Verts-PS" 1), der die Grundlage für die rot-grüne Regierungsarbeit bildete, geeinigt hatte. […]

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