Ausgabe August 2007

Global Player Bertelsmann

Der Name Bertelsmann steht zugleich für Big Business und Philanthropie, nämlich sowohl für den Konzern Bertelsmann AG als auch für die Bertelsmann- Stiftung. Obwohl beide, die Aktiengesellschaft und die Stiftung mit Stammsitz in der westfälischen Kreisstadt Gütersloh, international agieren, ist nur sehr wenig über diejenigen Aktivitäten der Stiftung bekannt, die die Globalisierung des deutschen Medienunternehmens flankieren.

Zusammen mit der Stiftung gleichen Namens bildet der Bertelsmann- Konzern eine weltweit einflussreiche Agentur der Bewusstseinsindustrie, der Wissens- und Informationsvermittlung, der Meinungsproduktion sowie der Unterhaltungsbranche. Zu den Unternehmenszweigen der AG gehören Buchund Musikclubs, Musikfirmen, Verlage, Fernseh- und Radiosender, TV-Produktionsfirmen, Druckereien, inzwischen aber auch Internet-Angebote sowie Adresshandel, Medien-, Industrie- und Verwaltungsdienstleistungen.

Die Bertelsmann AG ist das größte Medienunternehmen Europas und sechstgrößter Medienkonzern der Welt. Die AG und ihre Tochterunternehmen beschäftigten im Jahre 2005 in 63 Ländern und mehr als 260 Einzelfirmen rund 88 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 36 Prozent in Deutschland angestellt waren. Der Konzern verzeichnete 2005 einen Gesamtumsatz von rund 18 Mrd. Euro, von denen 30 Prozent im Inland erwirtschaftet wurden.

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In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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