Populismus: Die autoritäre Wende | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Populismus: Die autoritäre Wende

misterQM / photocase.de Foto: misterQM / photocase.de

Trump, Kurz, Gauland, Le Pen: Überall in der westlichen Welt kanalisieren Populisten die Wut der Abgehängten und Verunsicherten. Etablierte Parteien und Medien reagieren hilflos. Wie lässt sich der Vormarsch der Anti-Demokraten stoppen?

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Foto: imago/Michael Trammer

Ostdeutschland oder Das große Beschweigen

Wie die Fehler der Nachwendezeit unsere Demokratie vergiften

von Petra Köpping
Wer wie ich als sächsische Integrations- und Gleichstellungsministerin Hunderte von Gesprächen geführt und in Dutzenden offener Bürgerrunden gesessen hat, wird mit vielerlei Kritik, Wut und sogar Hass konfrontiert. Das Thema der Geflüchteten war dabei allgegenwärtig. […]

Skandinaviens Rechtspopulisten: Von Schmuddelkindern zu Königsmachern

von Frank Bandau
Ausgerechnet die so liberalen, weltoffenen Schweden könnten bei der anstehenden Parlamentswahl am 9. September erstmals eine fremdenfeindliche Partei zur Wahlgewinnerin küren – und damit den jahrzehntelang dominierenden Sozialdemokraten eine herbe Niederlage bescheren. […]

Der schwarze Spiegel: Soziale Bewegungen von rechts

von Antonio Negri und Michael Hardt
Soziale Bewegungen sind nicht per se fortschrittlich. Bewegungen der politischen Rechten, von Nationalsozialisten bis zu religiösen Fanatikern, standen hinter einigen der verheerendsten und ungeheuerlichsten politischen Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts. Gegenwärtig sind rechte Bewegungen erneut im Aufwind, häufig im Schulterschluss mit rechten Regierungen. […]

50 Jahre APO, 5 Jahre AfD: Von der Revolte zur »Konterrevolution«

von Albrecht von Lucke
Man muss Alexander Dobrindt fast dankbar sein – nämlich dafür, dass er mit seinem ambitiösen Plädoyer gegen „68“ und für eine „bürgerlich-konservative Wende“ eine Diskussion um die geistige Verfassung der Republik entfacht hat.[1] Gegen die „link […]

Die rechtsextreme Mitte

Österreich und die »Normalisierung« des Rechtsradikalismus

von Matthias Falter
Als im Jahr 2000 die erste Koalitionsregierung zwischen der konservativen Österreichischen Volkspartei und der extrem rechten Freiheitlichen Partei Österreichs unter Kanzler Wolfgang Schüssel und Jörg Haider zustande kam, gab es gewaltige internationale Proteste. Die Europäische Union reagierte sogar mit Sanktionsdrohungen. […]

Wie weiter gegen Rechts?

Der Erfolg der AfD und die Strategien der Linken

von Georg Spoo
„Nie wieder“ war gestern: Seit der konstituierenden Sitzung des Bundestages am 24. Oktober, auf den Tag einen Monat nach der Wahl, ist die radikale Rechte nun auch im wichtigsten deutschen Parlament angekommen – und das sofort mit einem gewaltigen Block aus 94 AfD-Abgeordneten, darunter nur zehn Frauen. […]

Propaganda 4.0 – Die Erfolgsstrategie der AfD

von Johannes Hillje
Seit dem 24. September sitzt zum ersten Mal seit über 60 Jahren eine Partei im Deutschen Bundestag, die offen rassistische und rechtsextreme Positionen vertritt. Der erstaunliche Sieg der AfD ist in erster Linie ein Erfolg ihrer Medienstrategie. […]

Weiß und stolz und abgehängt

Donald Trump und der Südstaaten-Rassismus

von Arlie Russell Hochschild
Die jüngsten rassistischen Ereignisse von Charlottesville haben eines sehr deutlich gezeigt: Der gegenwärtige Rechtsruck in den Vereinigten Staaten ist auch ein geographisches Problem – und es betrifft vor allem den Süden. […]

»Was nach dem Imperium kommt, ist die große Frage«

Wendy Brown in der Debatte – mit Micha Brumlik und Ulrike Guérot, moderiert von Mathias Greffrath

von Mathias Greffrath, Micha Brumlik, Ulrike Guérot und Wendy Brown
Mathias Greffrath: Liebe Wendy Brown, Sie haben Donald Trump so schön als den Frankenstein des Neoliberalismus beschrieben. Man könnte auch sagen: Trump ist der Dr. Jekyll und Mr. Hyde des Neoliberalismus – einer, der dafür sorgt, dass am Tage alles so bleibt, wie es ist, und mit dem nachts die bösen Träume kommen. […]

Demokratie unter Beschuss: Donald Trump und der apokalyptische Populismus

von Wendy Brown
Am 28. Juni 2017 hielt die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown die diesjährige Democracy Lecture der »Blätter« – nach Thomas Piketty (»Blätter«, 12/2014), Naomi Klein (»Blätter«, 5/2015) und Paul Mason (»Blätter«, 5/2016). […]

Aus Angst wird Wut wird Hass

Ein Wiedersehen mit dem Kleinbürger

von Berthold Franke
Aus der Sozialpsychologie wissen wir, dass neben dem Motiv der sozialen Harmonie – nichts fürchten wir so sehr wie die Ablehnung durch das Kollektiv, dem wir uns zugehörig fühlen – die Angst vor dem Fremden und Neuen, ja vor Veränderung an sich, eine der stärksten Triebkräfte darstellt. […]

Der liberale Populismus und seine Feinde

von Bernd Stegemann
Wenige politische Begriffe sind so dehnbar wie der des Populismus. […]

Faschismus mit amerikanischem Antlitz?

Trumps Schatten über Amerika und der Welt

von Claus Leggewie
Es stimmt bitter, dass die Erbschaft Barack Obamas, der eine Versöhnung und Vermittlung der politischen Lager anstrebte,[1] nun durch die bürgerkriegsartige Polarisierung überschattet wird, die Donald Trump in den USA und weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus betr […]

Der Trump-Komplex: Psychogramm eines Narzissten

von Michael D‘Antonio
Was bis vor wenigen Wochen nur die allerwenigsten politischen Beobachter für möglich hielten, ist tatsächlich eingetreten: Donald Trump hat die Wahl zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewonnen – gegen sämtliche Vorhersagen. […]

Trump und die Folgen: Demokratie am Scheideweg

von Albrecht von Lucke
Der 8. November, der Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen, bedeutet eine historische Zäsur, deren ganzes Ausmaß bisher noch gar nicht annähernd abzusehen ist. Was hingegen bereits feststeht: Auch die Niederlage Hillary Clintons markiert eine Zäsur – nämlich das Ende und das Scheitern eines langen liberalen Zyklus. […]

Die große Trump-Show

von Daniel Leisegang
Einen solchen Wahlkampf haben die Vereinigten Staaten von Amerika noch nicht erlebt. Vor allem die verbalen Ausfälle des Immobilienmoguls Donald Trump sorgten tagtäglich für neue Schlagzeilen. […]

Die Politik des Ressentiments

von Reinhard Olschanski
Hass, Wut und Ressentiment, lange nicht wahrgenommen, aufgestaut oder schamhaft versteckt, bespielen die europäische Bühne. Kaum ein Land, in dem kein erbitterter Kulturkampf angezettelt werden soll – für das Abendland und gegen den Islam. Auch in Deutschland, lange Zeit vermeintliche Insel der Seligen, hat ein solcher Zeitgeist inzwischen massiv Einzug gehalten. […]
Foto: BortN66 / Shutterstock

United States of Angst

Donald Trump und der Extremismus der Mitte

von Bernd Greiner
Hassprediger, Narziss, Rowdy, Aufschneider, Teilzeitclown, Vollzeitpsychopath, Hitzkopf, Rassist, Ignorant, Faschist, Wüterich, Autist – im Vokabular seiner Gegner fehlt kaum eine abwertende Bezeichnung für Donald Trump. […]

Wie aus Linken Rechte werden, Teil II

Der rassistische Reflex und das Ende der Solidarität

von Didier Eribon
Mir ist durchaus bewusst, dass das Programm und der Erfolg des Front National in vielerlei Hinsicht von den Gefühlslagen der Arbeiterklasse in den 1960er und 70er Jahren geprägt bzw. hervorgerufen wurden. […]

Wie aus Linken Rechte werden, Teil I

Der vermeidbare Aufstieg des Front National

von Didier Eribon
In meiner Kindheit ist meine gesamte Familie „kommunistisch“ gewesen, und zwar in dem Sinn, dass die Bindung an die Kommunistische Partei als eine Art politisches Ordnungsprinzip den Horizont des Verhältnisses zur Politik überhaupt bestimmte. […]

Die rechten Verführer und ihre Wegbereiter

von Stephan Schulmeister
Mit dem Brexit haben die Briten Geschichte geschrieben. Wer diesen Tag jedoch für einen dauerhaft singulären hält, verharmlost das Ereignis. Das britische Beispiel könnte Schule machen, denn die wichtigsten Antriebe rechtspopulistischer Politik sind heute europaweit gleich. Sie basiert auf drei Arten von Gefühlen: Verbitterung, Wut und Angst vor der Zukunft. […]

Populismuskritik ohne Tiefgang

von Dieter Boris
In der April-Ausgabe der »Blätter« analysierte der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller den »Aufstieg des Populismus« als eine Schattenseite der repräsentativen Demokratie. Doch seine Analyse hat entscheidende Schwachstellen, kritisiert der Soziologe und Lateinamerikawissenschaftler Dieter Boris. […]

Systemfrage von rechts

Wie die Neue Rechte zum Widerstand aufruft

von Felix Korsch
Mit Pegida ist die neue rechte APO auch in der Bundesrepublik angekommen, und mit der AfD hat sie inzwischen ihr parlamentarisches Spielbein gefunden. Bislang weniger deutlich hervorgetreten ist die dahinterliegende politische Strategie der Neuen Rechten, in der das Recht auf Widerstand eine entscheidende Bedeutung spielt – es soll einen Systemwechsel von rechts begründen helfen. […]

Das Versagen der politischen Mitte

Die EU und der Aufstieg des Rechtspopulismus

von Ulrike Guérot
Überall in Europa – von Finnland bis Griechenland – sprießen dieser Tage rechtspopulistische Parteien wie Pilze aus dem Boden. Die Ursache dafür liegt nicht zuletzt in den kolossalen Verletzungen demokratischer Gebote in der EU sowie in der Dominanz des Ökonomischen, durch die Entkoppelung von wirtschaftlichem und politischem Raum. […]

Schatten der Repräsentation: Der Aufstieg des Populismus

von Jan-Werner Müller
Ob Marine Le Pen oder Viktor Orbán, ob Donald Trump oder die AfD: Der Populismus ist auf dem Vormarsch. Über seine Ursachen wird dagegen heftig gestritten. Schenkt man einer Reihe politikwissenschaftlicher Modelle Glauben, gibt es so etwas wie eine konstante Nachfrage nach Populismus. […]
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