Afrikanische Aporien im Zeitalter der Globalisierung | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Afrikanische Aporien im Zeitalter der Globalisierung

von Dominic Johnson

Im Büro der deutsch-nigerianischen Handelskammer in Lagos hängt eine Landkarte von Afrika, auf der die deutschen Handelsvertretungen auf dem Kontinent verzeichnet sind. Das arabische Nordafrika ist dreimal vertreten, hinzu kommen Südafrika und eben Nigeria. Das ganze restliche Afrika: Fehlanzeige. Ein durchaus typisches Bild in Zeiten der Globalisierung, die der Kontinent als Zuschauer erlebt. Je mehr Grenzen zwischen den Industriestaaten fallen, je selbstverständlicher sogenannte emerging markets als Partner im weltweiten Handel akzeptiert sind, desto offensichtlicher werden jene Regionen abgekoppelt, die wirtschaftlich ohne Belang sind. Letzteres gilt für Afrika, vor allem für jenes Afrika südlich der Sahara.

(aus: »Blätter« 5/2000, Seite 580-589)
Themen: Afrika und Demokratie

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