Die Anständigen sind die Unanständigen | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Die Anständigen sind die Unanständigen

von Günter Giesenfeld

Fast eine halbe Minute lang muß der Mafiaboß den Hals des Verräters mit einem Draht strangulieren, bis der aufhört, zu atmen. Tony Soprano, der mit dieser Tat seiner eigenen Ermordung zuvorgekommen ist, legt den Finger an die Halsschlagader, ob noch ein Puls zu spüren ist. Dann fährt er weg, seine Tochter abholen. Beide sind unterwegs, um für das Mädchen ein geeignetes College auszusuchen. Die Szene stammt aus der neuen amerikanischen Mafia-Serie Die Sopranos (jetzt sonmtags 22.30 Uhr im ZDF). Kurz zuvor hatte Tony seiner Tochter eingestanden, daß er für die Mafia arbeitet, umd diese wußte den Vertrauensbeweis zu würdigen, aber die drastischen Detalls will er ihr nicht zumuten.

(aus: »Blätter« 5/2000, Seite 618-618)
Themen: Medien, Kultur und Religion

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