Das System Schröder/Fischer oder die unvollständige Abschaffung der Politik | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Das System Schröder/Fischer oder die unvollständige Abschaffung der Politik

von Bodo Zeuner

Politik, verstanden als Herstellung von und Auseinandersetzung um kollektiv verbindliche Entscheidungen in einem Gemeinwesen, droht von der – im Kernbereich ihrer Funktionsweise überhaupt nicht „neuen“ – Weltökonomie unterworfen zu werden. Darin sind sich eher kritische Autoren wie Bourdieu, Guéhenno, Altvater, Roß durchaus mit den Ideologen des Turbokapitalismus wie Hank, Dornbusch, Sprenger, Straubhaar einig. Die Politik wird gezwungen, sich den „Gesetzen“ der kapitalistischen Ökonomie sehr viel direkter und strikter zu unterwerfen, als dies im Verhältnis von Ökonomie und bürgerlichem Staat seit je der Fall war.

(aus: »Blätter« 10/2000, Seite 1185-1196)
Themen: Demokratie und Neoliberalismus

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