Rußland zwischen Anspruch und Wirklichkeit | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Rußland zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Andreas Heinemann-Grüder

Nach den Zerfallsszenarien am Ende der Jelzin-Ära verkörpert Putin für den Westen ein Mehr an innerer Stabilität und äußerer Berechenbarkeit, selbst wenn die Demokratie darunter leidet und die weit gehende Nichteinmischung in innere Angelegenheiten - siehe Tschetschenien - die Kluft zu Europa vertieft. Putins gleichberechtigte Teilnahme beim G 8-Gipfel in Japan im Juli befriedigte Russlands Bedürfnis nach Anerkennung. Eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, die Moskau Stimmrecht und Vetomacht einräumt, ist damit keineswegs dokumentiert. Russlands Platz am Tisch der reichsten Demokratien in Japan drückte mehr eine Option auf die Zukunft als tatsächliche Zugehörigkeit aus.

(aus: »Blätter« 9/2000, Seite 1048-1050)
Themen: Europa und Außenpolitik

Artikel kaufen (PDF, 1,00 €)

Digitalausgabe kaufen (9,00 €)

Login

top