Kinder-Armut | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Kinder-Armut

von Christoph Butterwegge

Gegenwärtig avancieren Kinder in den Massenmedien zu Kultobjekten, und die Familie nimmt wieder Fetischcharakter an. Man diskutiert über deren Vernachlässigung durch die Gesellschaft, den meist als Horrorszenario beschnebenen demografischen Wandel und die angeblich defizitäre Generationengerechtigkeit. Damit wird nicht nur auf aktuelle Entwicklungsprozesse von Staat und Politik reagiert, sondern auch Ideologie produziert, die im Folgenden kritisiert werden soll. Heute wachsen erheblich mehr Familien, Kinder und Jugendliche als noch vor wenigen Jahren in materieller Not auf. Wie der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung amtlich bestätigt, leben über eine Million Kinder in Sozialhilfe-Haushalten.

(aus: »Blätter« 8/2001, Seite 923-925)
Themen: Sozialpolitik und Armut und Reichtum

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