Estradas Fall | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Estradas Fall

von Charlotte Wiedemann

Warum trägt Estrada immer ein Armband? Damit er seine linke Hand von der rechten unterscheiden kann. Die Witze über den philippinischen Präsidenten Joseph Ejercito Estrada bewegen sich meist auf ziemlich niedrigem Niveau, sie ähneln in gewisser Weise den Witzen über den frühen Helmut Kohl. Die Intellektuellen verachteten den Schulabbrecher mit seinem lächerlich schlechten Englisch schon immer - in der Verachtung spiegelte sich die Hilflosigkeit gegenüber jener doppelten Macht, die Estrada im Mai 1998 ins Amt brachte: Reiche Cronies des früheren Diktators Ferdinand Marcos finanzierten seinen Wahlkampf; die Stimmen der Slums bescherten ihm den Sieg an der Urne.

(aus: »Blätter« 2/2001, Seite 158-161)
Themen: Asien und Soziale Bewegungen

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