Staatszerfall in Westafrika | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Staatszerfall in Westafrika

von Dominic Johnson

Die Grenze zwischen Demokratie und Barbarei ist zuweilen fließend. Jahrzehntelang galt die Elfenbeinküste, mächtigstes Land des frankophonen Westafrika, als Hort des Friedens und der Stabilität. Aber als Ende Oktober das Volk zum ersten Mal seinen Willen gegen eine renitente Miiltärregierung durchsetzte, erinnerten die begleitenden Gewalttaten sogleich an den ruandischen Genozid. Es waren regelrechte Pogrome, die am 26. und 27. Oktober in der Elfenbeinküste von Anhängern des frischgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo zusammen mit Polizei und Teilen des Militärs gegen Muslime und Angehörige der nordivoirischen Dioula-Ethnie verübt wurden.

(aus: »Blätter« 1/2001, Seite 77-85)
Themen: Afrika und Krieg und Frieden

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