Bittere Wahrheiten in Nahost | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Bittere Wahrheiten in Nahost

von Alon Confino

Der historische Kompromiß von Oslo 1993 war ein mutiger Schritt, auch wenn ausgeklammert blieb, wie denn eine endgültige Regelung aussehen sollte. Für weite Teile der palästinensischen Gesellschaft waren die Vereinbarungen unmittelbarer Ausdruck des bevorstehenden Endes der Besatzung und der baldigen Erringung nationaler Selbstbestimmung. Welcher Preis dafür zu entrichten sein würde, machten sie sich nicht völlig klar: Oslo implizierte das Ende des jüdisch-palästinensischen Konflikts, mithin den Verzicht auf alle weiteren Forderungen an Israel, und den Abschied von den Träumen, die Flüchtlinge konnten zurückkehren und in einem Palästina leben, wie es vor 1948 existiert hatte.

(aus: »Blätter« 7/2001, Seite 775-778)
Themen: Naher & Mittlerer Osten und Krieg und Frieden

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