Im Kosovo festgefahren | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Im Kosovo festgefahren

von Reinhard Mutz

Jahrelang waren wir gewohnt, die politischen Wirren des Balkans auf ihren einfachsten Nenner zu bringen: Hier der machtgierige Diktator, dort seine unschuldigen Opfer. Die Kriege im auseinander brechenden Jugoslawien waren die Kriege des Slobodan Milosevic. Schon ein Anflug von Skepsis, ob die Zusammenhänge nicht vielleicht doch komplizierter lägen, widersprach der politischen Korrektheit. Vollends verdächtig machte sich, wer mit solchen Zweifeln gar die NATO-Intervention im Kosovo in Frage zog. Nun ist der Despot von Belgrad schon eine Weile gestürzt. Demokratisch gekürte Politiker haben seine Nachfolge angetreten. Müssten die zwischen den Serben und ihren Nachbarn verbliebenen Probleme jetzt nicht leichter zu lösen sein?

(aus: »Blätter« 3/2001, Seite 272-273)
Themen: Europa und Krieg und Frieden

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