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Deutschland und die albanische Frage

von Eberhard Rondholz

"Die albanische Frage ist offen" - dieses sibyllinische Diktum des deutschen Außenministers, verkündet am 22. März in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), war dem Blatt zu Recht einen dicken Aufmacher wert. Bekannte sich Fischer hier doch deutlich genug zu Veränderungen des Status quo in der zentralbalkanischen Region. Jedenfalls darf sich der Minister nicht wundern, wenn die albanischen Extremisten, nach Aufnahme des bewaffneten Kampfes auch in der bislang in trügerischem Frieden lebenden "Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien", ein deutsches Versprechen aus dieser Äußerung heraushören.

(aus: »Blätter« 5/2001, Seite 519-521)
Themen: Europa und Krieg und Frieden

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