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Georgien als Brückenkopf

von Martin Ebbing

Präsident Eduard Schewardnadse zeigte sich zufrieden, als die USA ihre Pläne bekannt gaben, bis zu 200 Militärexperten nach Georgien zu schicken, um das Land, so die offizielle Begründung, bei der Bekämpfung des Terrorismus zu unterstützen. "Wir haben darauf acht Jahre hingearbeitet", verriet er der Presse. In der Tat bemüht sich die georgische Regierung seit einigen Jahren um eine institutionelle Einbindung in das westliche Lager. Öffentlich hat Schewardnadse in der Vergangenheit mehrfach erklärt, er wolle Georgien bis 2005 in die NATO führen. Dieser Wunsch erscheint zwar unrealistisch, ist aber verständlich.

(aus: »Blätter« 4/2002, Seite 395-397)
Themen: Europa und Außenpolitik

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