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Breslauer Initiative

von Richard Heimann

Wer in der Breslauer Altstadt auf dem Markt spaziert, wundert sich zunächst über das Denkmal des polnischen Dramatikers Aleksander Fredro, das vor dem historischen Rathaus steht. Der Romantiker hatte mit der Stadt an der Oder nie etwas zu tun. Um so mehr dafür mit der heute ukrainischen Stadt Lwów (Lemberg), in deren Nähe er geboren wurde und wo er im 19. Jahrhundert wirkte. Ohne Hitler und Stalin hätte es Fredro wohl kaum nach Breslau geschafft. Flüchtlinge aus den polnischen Ostgebieten setzten ihm, dem Dichter aus ihrer Heimat, nach dem Zweiten Weltkrieg ein Denkmal. Aus Lwów kamen besonders viele. Sie kamen als Vertriebene und fanden ihr Zuhause in Wohnungen und Häusern, in denen eben noch Deutsche wohnten.

(aus: »Blätter« 7/2002, Seite 795-798)
Themen: Migration und Geschichte

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