Tragödienstadl | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Tragödienstadl

von Günter Giesenfeld

Das Fernsehspiel war einmal eine Gattung, mit der die Pioniere im Nachkriegs-Deutschland (West und Ost) das neue Medium vor seinem Schicksal zu bewahren suchten, zur Glotze, zum "Null-Medium" (Enzensberger) zu werden. In fiktionalen, aber realistischen Spielformen griff es aktuelle Themen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung auf, um zugleich mit der Unterhaltung Problembewusstsein zu vermitteln. Das Fernsehen schien auf Grund seiner Rezeptionsform solche Ansprüche zu begünstigen: Der Apparat ist ein Möbelstück im Zentrum des Alltagslebens und zugleich jenes "Fenster zur Welt", das auch den Blick auf die Probleme der Menschen und der Menschheit lenken sollte.

(aus: »Blätter« 6/2002, Seite 735-735)
Themen: Kultur und Medien

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