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Über den Spielraum linker Regierungspolitik in Europa

von Rainer Rochlitz

Der Ausgang des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahlen schockierte Teilnehmer und Beobachter insofern, als zwar die Stimmenthaltung von nahezu einem Drittel der Wähler vorhergesagt worden war, nicht aber die Besetzung der Stichwahl. Zwischen den trügerischen Umfrageergebnissen und den hohen Stimmenthaltungen besteht ein Zusammenhang: Auf Grund der bis kurz vor dem Wahlsonntag veröffentlichten Erhebungen gingen zahlreiche Wahlberechtigte davon aus, dass ein Duell zwischen Chirac und Jospin das selbstverständliche Ergebnis des ersten Wahlgangs sein werde. An jenem Sonntag, der in die Osterferien fiel, verzichteten viele Wähler in Erwartung der "sicheren" Stichwahl leichtfertig auf einen Urnengang.

(aus: »Blätter« 6/2002, Seite 715-719)
Themen: Parteien und Europa

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