Italiens Europapolitik am Scheideweg | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Italiens Europapolitik am Scheideweg

von Damian Grasmück

Es gehört nicht gerade zur feinen italienischen Art, seinem Gegenüber einen Tritt ans Schienbein zu verpassen. Doch manchmal müssen solch rüde Methoden eben her, mag sich Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi gedacht haben, als er während des NATO-Gipfels im letzten Juni seinem damaligen Außenminister Renato Ruggiero unter dem Verhandlungstisch zu verstehen gab, sich gefälligst nicht zu sehr in den Vordergrund zu drängen, und zutrat. Dass es Berlusconi und nicht Ruggiero war, der diese Episode nun, nach dem endgültigen Zerwürfnis beider, ausplauderte, spricht für die diplomatische Verlässlichkeit des letzteren ebenso wie für den ungestümen und barschen Politikstil des ersteren.

(aus: »Blätter« 3/2002, Seite 278-280)
Themen: Europa, Parteien und Wirtschaft

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