Bewegungslinke schlägt Regierungslinke? | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Bewegungslinke schlägt Regierungslinke?

Das politische Dilemma der Globalisierungskritik

von Claus Leggewie

Reibungen zwischen "Partei" und "Bewegung" sind so alt, wie es Kader- und vor allem Massenparteien der Linken gibt; sie zeigen sich auch bei der Rechten, sobald etwa neokonservative Strömungen sich einen Bewegungsunterbau zulegen (wie die christliche Rechte in den USA). Die Unterschiede der jeweiligen Organisationsmuster und Mobilisierungsformen liegen auf der Hand: Parteien müssen heterogene Interessen bündeln und, einmal an der Regierung (und meist in Koalitionen eingebunden), stets "faule" Kompromisse eingehen, während soziale Bewegungen - wenigstens eine Zeit lang der reinen Lehre verpflichtet bleiben, ihre Identität pflegen und punktgenaue Kampagnen initiieren können.

(aus: »Blätter« 9/2002, Seite 1055-1064)
Themen: Soziale Bewegungen, Globalisierung und Parteien

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