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Die Rückkehr des Sicherheitsstaats

von Thomas Jäger

Nach den Ereignissen des 11. September 2001 erwarteten politische Beobachter unterschiedliche Auswirkungen. Während die einen annahmen, nun breche eine neue Phase der internationalen Politik an, weil die einzige Weltmacht wieder einen Feind habe, prognostizierten andere, dass sich nichts grundsätzlich ändern werde. Der internationale Terrorismus stelle zwar eine Gefahr dar, aber keine, die eine Neuordnung des internationalen Systems bewirken könne. Paradoxerweise behielten beide Recht: letztere, weil sie korrekt prognostizierten, dass der Terrorismus nicht zu einer Neuordnung der internationalen Beziehungen führt; erstere, weil tatsächlich eine neue Periode der internationalen Politik angebrochen ist.

(aus: »Blätter« 9/2002, Seite 1037-1039)
Themen: Außenpolitik, Fundamentalismus und USA

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