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Verfassungsreform alla Cavaliere

von Damian Grasmück

Eins muss man ihm lassen: Für Überraschungen ist Italiens Ministerpräsident und Interims-Außenminister Silvio Berlusconi immer gut. Während das politische Rom zumindest schon gedanklich in die lang ersehnten Sommerferien entschwunden war, legte der "große Kommunikator" noch mal einen Zahn zu. Fast beiläufig trat er Ende Juli eine Diskussion über eine grundlegende Verfassungsreform los. Italien solle zur Präsidialrepublik umgestaltet werden, mit einem Präsidenten an der Spitze, der direkt vom Volk gewählt und mit weit reichenden Exekutivbefugnissen ausgestattet sein soll. Doch damit nicht genug: Berlusconi wäre nicht Berlusconi, wenn er nicht im selben Atemzug auch gleich an sich gedacht hätte.

(aus: »Blätter« 9/2002, Seite 1044-1046)
Themen: Demokratie, Europa und Parteien

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