Selbstfreispruch nach Srebrenica | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Selbstfreispruch nach Srebrenica

von Karin Jusek

Die niederländische Regierung leide mit den Opfern von Srebrenica, teilte der christdemokratische Premier Jan Peter Balkenende am 18. Juni 2003 dem Parlament im Haag mit. Aber eine Entschuldigung würde es nicht geben, fügte er sofort hinzu. Entschuldigungen hätten mit Schuld zu tun und davon könne bei den Niederländern keine Rede sein. Schuldig wären Kriegsherren wie Ratko Mladić und Radovan Karadjić, die Niederländer dagegen hätten sich nichts vorzuwerfen. Sicher, es habe Pannen gegeben, vor allem in der Kommunikation zwischen dem Außen und dem Verteidigungsministerium. Auch der Entschluss, für die UN Schutzzone das Bataillon Dutchbat auszusenden, wäre im Grunde genommen verantwortungslos gewesen, meinte der Premier.

(aus: »Blätter« 8/2003, Seite 916-918)
Themen: Krieg und Frieden, Europa und Menschenrechte

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