Ein beiläufiger Tod | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Ein beiläufiger Tod

von Günter Giesenfeld

Es gibt Filme, deren Zeitgenossenschaft erst allmählich sichtbar wird. Sie reifen, verlieren nicht, sondern gewinnen an Aktualität, scheinen Ereignisse zu begleiten, zu kommentieren, auf Umbrüche zu reagieren, die erst später passieren. Mit halbjährigem Abstand ist nach einem fast unbemerkten Start Bertrand Bonellos schon 2001 entstandener Film Der Pornograph erneut in die Kinos gekommen und wirkt nun wie eine trostlose Legende zu den Bildern des Irakkrieges, mit dem die Menschheit doch erst jetzt ihre Würde vollends verloren hat.

(aus: »Blätter« 6/2003, Seite 751-751)
Themen: Kultur und Medien

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