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Der Weltbürger als Untertan

Von der zwischenstaatlichen zur innergesellschaftlichen Brutalisierung der Politik

von Gerd Steffens

Englische und amerikanische Beiträge zur Debatte über den Irakkrieg oder die Neue Weltordnung bedienen sich in letzter Zeit nicht selten originalsprachlich verwendeter deutscher Begriffe, um Angelpunkte ihrer Argumentation zu fixieren. So spricht Ted Honderich in seinem umstrittenen Buch "Nach dem Terror" von "Realpolitik", wenn er das Politikmodell kennzeichnen will, dem seine Kritik gilt.1 In Robert Kagans neokonservativem Manifest der Neuen Weltordnung2 bildet das originalsprachliche Label "Machtpolitik" den Zentralbegriff eines Politikverständnisses, welches in polemischer Entgegensetzung zu verständigungsorientierten Versionen von Politik entwickelt wird.

(aus: »Blätter« 11/2003, Seite 1333-1341)
Themen: Krieg und Frieden, Demokratie und Recht

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