Kolumbien: Regierung und Paramilitärs in Symbiose | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Kolumbien: Regierung und Paramilitärs in Symbiose

Bürgerkriegsökonomien

von Dario Azzellini

Im öffentlichen Diskurs wird Kolumbien vor allem mit Drogenhandel assoziiert. Der über Jahre angehäufte Reichtum der Rauschgiftkartelle beläuft sich mittlerweile zwar auf rund 40% des Gesamtbesitzes im Land, das Drogengeschäft macht jedoch "lediglich" 6% des BIP aus; das ist wesentlich weniger als in Bolivien und Peru. Anbau und Handel mit Koka/Kokain und in geringerem Maße auch mit Opium/Heroin haben keines der Bürgerkriegs- Probleme geschaffen, sondern bestehende nur verschärft. Wo also liegen die eigentlichen Ursachen für die brutalen Menschenrechtsverletzungen im jahrzehntealten Bürgerkrieg, in dem seit 1964 über 200000 Menschen ums Leben kamen?

(aus: »Blätter« 10/2003, Seite 1239-1242)
Themen: Krieg und Frieden und Lateinamerika

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