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Mehr Schein als Sein: Politiker ohne Macht

von Hermannus Pfeiffer

Politiker überschätzen ihren Einfluss auf die Ökonomie. Anlass zu dieser Einsicht gibt aktuell Bundeskanzler Gerhard Schröder. Während seines Besuchs bei USPräsident George W. Bush im Februar äußerte sich der Kanzler wiederholt zur Geld- und Währungspolitik, nicht seiner eigenen, sondern derjenigen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB solle gefälligst über eine Senkung ihrer Leitzinsen nachdenken. In mehreren Interviews sagte Schröder, er wolle zwar keine direkten Ratschläge geben, doch seien es "allein die Zentralbanken", die am Wechselkursverhältnis etwas ändern könnten. Er könne sich "vorstellen, dass man über die Frage nachdenkt, ob das Zinsniveau richtig justiert ist", riet Schröder kaum verblümt zu niedrigeren Zinssätzen.1

(aus: »Blätter« 4/2004, Seite 499-501)
Themen: Wirtschaft und Finanzmärkte

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