Mexiko am Ende der Siesta | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Mexiko am Ende der Siesta

von Harald Neuber

Weniger als eine Minute verlas Mexikos Präsident Vicente Fox am 1. September seine Regierungserklärung, die dritte seiner Amtszeit, da unterbrachen ihn schon die Abgeordneten der Opposition. Mitglieder der sozialdemokratischen Partei der Demokratischen Revolution (PRD) protestierten mit dutzenden Plakaten, die sie in den Plenarsaal des mexikanischen Parlamentes geschmuggelt hatten. "Fox, was willst Du uns erzählen", stand darauf, oder schlicht: "Lügen!" 21 Unterbrechungen musste der Präsident hinnehmen, zwölf Mal mahnte der Parlamentspräsident die Abgeordneten zur Ruhe. So etwas hatte es in der jüngeren mexikanischen Geschichte noch nie gegeben. Dass dem Präsidenten außerhalb des Parlamentes Protest zuteil werden würde, damit hatten dagegen zumindest die Sicherheitskräfte gerechnet.

(aus: »Blätter« 12/2004, Seite 1441-1444)
Themen: Lateinamerika und Demokratie

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