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Markt und Mao

China zwischen wirtschaftlicher Reform und politischer Stagnation

von Jörn-Carsten Gottwald

Im Juni 1989 bereitete die chinesische Staats- und Parteiführung wochenlangen Kundgebungen auf Pekings "Platz des Himmlischen Friedens" ein gewaltsames Ende: Panzer und Soldaten vertrieben auf Geheiß des innersten chinesischen Führungszirkels die letzten Demonstranten. Wie viele Menschen dabei den Tod fanden, wie viele verwundet und verhaftet wurden, ist bis heute umstritten. Der Unmut, der in der chinesischen Hauptstadt, in Shanghai und andernorts die Menschen zu Hunderttausenden auf die Straßen getrieben hatte, forderte das Machtmonopol der seit 1949 regierenden Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) offen heraus. Die Angst um das revolutionäre Erbe und die eigene Macht entlud sich beim blutigen Militäreinsatz im Schutz der Nacht.

(aus: »Blätter« 6/2004, Seite 713-721)
Themen: Asien, Krieg und Frieden und Wirtschaft

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