Glasperlenspiel oder Ökonomie | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Glasperlenspiel oder Ökonomie

Der Niedergang der Wirtschaftswissenschaften

von Heiner Flassbeck

Den meisten deutschen Zeitungen war eine scheinbar marginale Personalie eine große Schlagzeile wert: Gustav Horn, der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wird vom amtierenden Präsidenten des DIW, Klaus Zimmermann, gefeuert. Es schien, als ahnten viele Journalisten, dass da etwas Unerhörtes geschah, Porzellan zerschlagen wurde, das nicht mehr leicht zu kitten ist, dass die deutsche Wirtschaftspolitik mit Horn eine der Stimmen verliert, die - im wahrsten Sinne des Wortes - herausragen, weil sie nicht im Chor der anderen untergehen, und dass das Institut, dessen keynesianische Ratschläge über Jahrzehnte die deutsche Diskussion entscheidend mitgestaltet haben, nun dem Mainstream preisgegeben wird.

(aus: »Blätter« 9/2004, Seite 1071-1079)
Themen: Wirtschaft, Finanzmärkte und Wissenschaft

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