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Die dritte Fusionswelle

von Jörg Huffschmid

2004 und 2005 entstand eine neue weltweite Fusionswelle, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Es ist die dritte innerhalb von 20 Jahren: Die erste hatte Ende der 80er Jahre im Zeichen der Herausbildung „nationaler Champions“ angesichts zunehmender internationaler Konkurrenz stattgefunden. Sie hatte in der EG durch die bevorstehende Vollendung des europäischen Binnenmarktes zusätzliche Dynamik erhalten. Der Boom auf den Finanzmärkten und in der New Economy waren der Motor der zweiten weltweiten Fusionswelle. Sie fand im Frühjahr 2000 mit dem Platzen der Spekulationsblase ein abruptes Ende. Die Kurse auf den Aktienmärkten halbierten sich innerhalb weniger Monate, und der Umfang der Unternehmenstransaktionen lag 2002 bei knapp 40 Prozent des Jahres 2000.

(aus: »Blätter« 12/2005, Seite 1514-1516)
Themen: Wirtschaft und Kapitalismus

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