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Historischer Kompromiss:

Berlusconi und die Mafia

von Martin Morini

Seit dem Amtsantritt des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi im Mai 2001 verfolgt die politisch interessierte Öffentlichkeit außerhalb des Landes mit einer Mischung aus Verblüffung, Erschrecken und Unverständnis seine Regierungspraxis. Von vornherein wirkt ja ein Mann nicht unbedingt Vertrauen erweckend, der wegen Bestechung, Bilanzfälschung und illegaler Parteienfinanzierung erstinstanzlich verurteilt wurde, der einen deutschen Sozialdemokraten im Europäischen Parlament als KZ-Kapo apostrophiert und den Umgang Mussolinis mit seinen politischen Gegnern als eine Form paternalistischer Fürsorge beschreibt. Die beispiellose Machtkonzentration in seinen Händen hat sich während der letzten Jahre immer weiter verstärkt.

(aus: »Blätter« 3/2005, Seite 311-322)
Themen: Parteien, Recht und Wirtschaft

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