Holocaust und Vertreibung | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Holocaust und Vertreibung

Das ambivalente Gedenken der Kriegskindergeneration

von Micha Brumlik

Der dem Rechtsradikalismus zuneigende Historiker Ernst Nolte beklagte vor gut 20 Jahren, dass die nationalsozialistische Vergangenheit nicht vergehen wolle. Daran war so viel richtig, als historische Vergangenheiten nur so weit präsent und lebendig sind, wie es Menschen gibt, die sich ihrer erinnern wollen. Dieser Wille zur Erinnerung – wie auch der Wille zur Verdrängung – wird in aller Regel umso stärker sein, je mehr Menschen (noch) leben, die das, was zu erinnern ist, selbst miterlebt haben. Zeitzeugen aller Art werden uns noch viele Jahre begleiten – auch wenn sie weniger werden.

(aus: »Blätter« 5/2005, Seite 549-563)
Themen: Nationalsozialismus, Antisemitismus, Bildungspolitik und Migration

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