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Satellitenkrieg dank Galileo

von Susanne Härpfer

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo „begann mit einer Lebenslüge“ – nämlich mit der Behauptung, es handele sich um eine rein zivile Technik.1 So versicherte Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig noch 2002 im Bundestag: „Galileo ist ein ziviles Projekt unter ziviler Kontrolle. Das ist die Grundvoraussetzung.“2

Diese Zusicherung gilt offenbar nicht mehr. Nachdem inzwischen bereits hunderte Millionen Euro Fördergelder flossen, ist die Katze nun aus dem Sack: Im Oktober d.J. weigerte sich der Sprecher der Europäischen Kommission, Michele Cercone, in aller Öffentlichkeit, eine militärische Nutzung Galileos auszuschließen – und löste damit einen Eklat aus.

(aus: »Blätter« 12/2006, Seite 1427-1429)

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