Die Wissens-Optimierer | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Die Wissens-Optimierer

von Michael Schlieben und Saskia Richter

An die freudlose McKinsey-Sprache hat man sich in der Hochschulpolitik ja bereits gewöhnen müssen. Schon seit einigen Jahren werben Wissenschaftsminister und Hochschulrektoren für eine „Optimierung“ und „Effizienzsteigerung“ des Studienangebotes. Sie sprechen von „Synergieeffekten“ und „Clusterbildungen“, die man durch Fachverschmelzungen und Umstrukturierungen der Curricula erzielen könne, von einem „Outsourcing“ der „unprofitablen“ Fachrichtungen, der so genannten „Orchideenfächer“. Dank dieses Vokabulars klingen die Reformpläne oftmals beeindruckend durchdacht. Doch tatsächlich verbergen sie gleichzeitig, worum es eigentlich geht: um Umverteilung von Finanzmitteln und um schlichte Kürzungen.

(aus: »Blätter« 1/2006, Seite 33-35)
Themen: Wissenschaft

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