Politik des Schlussstrichs | Blätter für deutsche und internationale Politik

LoginWarenkorb

Politik des Schlussstrichs

Eine Bilanz der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

von Anja Hense

Zum Jahresende werden die sieben Partnerorganisationen der im August 2000 gegründeten Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ ihre Auszahlungen an die ehemaligen Zwangsarbeiter und andere Verfolgte des NS-Regimes weitgehend beendet haben. Der Fonds war als „Geste der Versöhnung“ und als „Zeichen der moralischen und historischen Verantwortung“ der Bundesrepublik und deutscher Unternehmen für das im Nationalsozialismus verübte „Unrecht“ konzipiert worden.1 Die an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft beteiligten Unternehmen bezeichneten ihr Projekt als „abschließendes materielles Zeichen aus Solidarität, Gerechtigkeit und Selbstachtung“. Werden diese Selbstbeschreibungen dauerhaft die historische Interpretation der Stiftung prägen?

(aus: »Blätter« 1/2006, Seite 100-110)
Themen: Nationalsozialismus, Krieg und Frieden und Wirtschaft

Artikel kaufen (PDF, 2,00 €)

Digitalausgabe kaufen (9,00 €)

Login

top